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Sozialexperiment

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Das Leben hier Remote, ab vom Schuss, gleicht manchmal einem Sozialexperiment. Wir hatten in dem Monat in dem wir hier Leben schon oft Momente in denen wir uns fragten wo die versteckte Kamera ist. Natürlich hatten wir vorher keinen Schimmer davon, wie es ist so Abseits mit circa 150 anderen Mitarbeitern zu arbeiten und zu wohnen. Schon jetzt können wir sagen: Es ist definitiv eine Erfahrung für unser Leben.  Die ersten Wochen waren wir sehr damit beschäftigt richtig in die englische Sprache zu finden und ich würde sagen Geduld zahlt sich aus. Teilweise kam ich frustriert von der Arbeit, weil mir das Englisch noch so Probleme bereitete und hier Menschen mit vielen verschiedenen Akzenten arbeiten (hauptsächlich Australier, Deutsche, Britten, Inder, Kanadier). Ich habe gemerkt, dass der Druck den ich mir aufbaute das größte Problem war. Ich werde nie perfekt Englisch sprechen und das ist auch okay. Jetzt sage ich fast alles wie es mir in den Kopf kommt und die Leute kapieren immer wa...

Endlich wieder arbeiten

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Angekommen an unserem Ziel für die nächsten Monate! Ein Provincial Park mitten im Nirgendwo. (Da wir hier arbeiten nennen wir aus Schutzgründen keine Namen) Das Zentrum des Parks liegt etwa 45 Autominuten von der nächsten Stadt entfernt und ist damit schon ein bisschen ab vom Schuss. Um die Strecke so wenig wie möglich fahren zu müssen haben wir vor unserer Anreise erstmal eingekauft wie vor einem Hurrikan. Für insgesamt 400$ gab es meisten Dosen und trockene Lebensmittel. Als wir hier ankamen wurden wir erstmal von einem der Manager umhergefahren, um die wichtigsten Orte hier kennen zu lernen. Zu guter Letzt hat er uns dann zu unserer Unterkunft gebracht. Diese gleicht ein bisschen einer Art Goldgräbersiedlung. Überall verteilt stehen kleine und große Holzhütten, die alle einen Gemeinschaftswohnraum inklusive Küche und mehrere Schlafzimmer haben. Als wir unser Haus betraten waren wir erstmal überrascht, und das leider nicht positiv. Der Holzbau ist ca. 30 Jahre alt und an sämtlichen...

Aus dem Camperalltag

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Da unser neuer Arbeitgeber fragte, ob wir eher mit Arbeiten anfangen können, da Not an Mann/Frau wäre und wir eh einen Tapetenwechsel brauchten, stimmten wir zu und befinden uns jetzt im Manning Provincial Park. Darum soll es heute aber gar nicht gehen. Wir haben einen Monat (im Herbst!) in unserem VW T4 in Kanada gelebt und ihr habt sonst nur erfahren wo wir waren und was wir getrieben haben, aber heute möchte ich mal näher beschreiben, wie unser Alltag so ablief. Ein Blick hinter die Kulissen. Zu aller erst: Wir lieben unser Auto sehr! Richard hat da echt super Arbeit geleistet (und Automobil Kumpfert) und es ist wirklich ein Zuhause für uns. Er hat uns die mittlerweile 7000 km Fahrt nie im Stich gelassen und uns jede Nacht das gemütlichste Bett geboten. Dadurch dass wir schon einige Reisen mit dem Auto hinter uns haben, hatten wir schon so ein paar Routinen entwickelt und wir waren von Sekunde eins in unserem Element, dem Campen! Wir sind grundsätzlich immer sehr schlechte Langs...

Parade Of The Lost Souls

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Wir habens geschafft, ca. 7000 km in 4 Wochen, Kanada einmal fast komplett von Ost nach West zu durchqueren. Dabei war es kein Fehler, dass wir vor den Rockies unser Reisetempo etwas erhöht hatten um in den etwas „milderen“ Westen zu kommen bevor es richtig Winter wird, denn es hat hier in den Bergen schon ganz schön geschneit. Somit sind wir dem Schnee vorerst noch entronnen und haben die Woche damit zugebracht stückchenweise nach Vancouver zu kommen, denn am Samstag wollten wir die Stadt anschauen und abends eine Halloween Veranstaltung besuchen. Auf dem Weg dorthin konnte ich bei einem Stopp in Kamloops wieder einmal die tollen MTB-Trails fahren und bin jetzt schon gespannt was da noch so kommen wird. Weiter ging es Richtung Hope, dort haben wir auf einer kostenlosen Recreation Site geschlafen. Diese Campingplätze, welche es speziell hier in British Columbia (BC) gibt sind meist fernab der Zivilisation und das bedeutet, dass man um hierher zu gelangen erst einmal kilometerweit über ...

Immer weiter Richtung Westen

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Wir fuhren nun immer weiter am Lake Superior entlang. Er erschien uns wie eine Meeresbucht, so riesig. An einem eher trüben Tag wanderten wir im Lake Superior Provincial Park zu einem Lookout. Die Aussicht war mal wieder Bombe. Da Richard für den darauffolgenden Tag eine Tageswanderung vor Augen hatte, wollten wir so nah wie möglich am Startpunkt schlafen. So hieß es: Unsere erste Nacht auf einem Campingplatz. Es war ein Nationalpark Campground, des Pukaskwa Nationalparks. Da im Herbst hier nichts los ist, gibt es Camper, sogenannte Campgroundhosts, die einem bei allen Belangen weiterhelfen. Wir waren etwas gestresst, da es schon dunkel wurde und wir dort Wäsche waschen wollten. Da hier überall wenig mit Bargeld hantiert wird, hatten wir gerade so das nötigste Kleingeld, aber nicht die richtigen Münzen. Uns konnte geholfen werden, nur sind wir hier in Kanada und die Leute wollen besonders nett sein. Also kam der nette Campgroundhost und hatte in seinem Auto noch ein paar Münzen gefunde...