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Versöhnung mit der USA

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Ehrlich gesagt war ich anfangs kein großer Fan der USA. Die Stellplatzsuche stellte sich als schwierig heraus, Campingplätze waren alle ausgebucht, wir schliefen schlecht, es fühlte sich oft unsicher an z.B. wenn man im Wald schläft und Leute schießen und allgemein bekamen wir ab und zu einen Mittelfinger, weil wir nicht nach deren Geschmack fahren. Die traumhafte vernebelte Oregon Küste machte aber vieles wieder gut und nach und nach besserte sich auch all das was vorher blöd war. Ich war halt sehr verwöhnt von den lieben Kanadiern. Wir trafen zwei Amerikaner, welche uns mit ihrer Herzlichkeit und Menschlichkeit zeigten, dass überall auch tolle Menschen zwischen den ganzen Idioten herumschwirren und wir in dem Moment den Blick dafür verloren hatten. Wir hatten einen traumhaften Stellplatz direkt am Meer und beobachteten Schweinswale beim jagen und spielen. Es war so schon alles perfekt und wir ahnten nicht, dass es noch besser werden kann. Richard kochte uns ein leckeres Abendbrot und...

Westcoast 101

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Als die letzte kanadische Poutine gegessen war und Whistler Mountain im Rückspiegel immer kleiner wurde hatten wir nur noch einen Stopp in Kanada geplant und das war bei Henning und seiner Frau Donna. Henning hatten wir in Lillooet getroffen und er hatte uns zu sich nach Vancouver eingeladen. Als wir ankamen legten wir gleich mit dem geplanten Ölwechsel los da es am nächsten Tag regnen sollte. Also lag ich unterm Auto während sich Lisa und Henning gegenseitig Ihre Geschichten erzählten. Später kam dann noch der Nachbar mit hinzu der, zur großen Freude von allen, erstmal eine Flasche Wein spendierte. Zum Glück ging der Service ziemlich gut von der Hand so dass ich mich schnell mit zu der Runde gesellen konnte. Henning hatte auch extra Bier für mich besorgt und so saßen wir dann in seinem Garten mit Ausblick auf die Berge und waren einfach nur glücklich über so viel Gastfreundschaft. Am nächsten Tag haben wir als letzten Verwaltungsakt noch unser Kanadisches Konto gekündigt und später k...

Sommer

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Zwei Tage standen wir in Haines am Fluss und hielten immer wieder Ausschau nach Lachsen und Bären. Leider hatte die Lachswanderung gerade erst begonnen und es war noch nicht viel los. Eines nachmittags las ich gerade ein Buch und plötzlich kam direkt neben dem Auto aus dem Busch ein kleiner Grizzly und hinterher ein zweiter. Richard stand 5 Minuten vorher genau an diesem Busch. Die zwei schnappten sich in Windeseile einen großen Lachs aus dem Wasser und schleppten ihn in den Wald. Leider ging alles so schnell, dass wir das Szenario nicht fotografisch festhalten konnten. Mit der Fähre fuhren wir dann eine Stunde durch den Lynn Kanal und erreichten die Goldgräberstadt Skagway. Was hier zuerst ins Auge stößt sind jedoch die drei Kreuzfahrtschiffe, die in dem 1000 Einwohnerort hier im Hafen liegen. Im Museum haben wir mehr über die Goldgräbergeschichten erfahren, aber ansonsten ist der Ort sehr touristisch und wir fuhren am gleichen Tag noch zurück nach Kanada. In Whitehorse stockten ...

Der Norden

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 In Whitehorse angekommen mussten wir erstmal unsere Vorräte aufstocken und Wäsche waschen. Nach dem das alles erledigt war, habe ich mich abends um fünf nochmal aufs MTB gesetzt und bin in die Berge geradelt. Da hier die Sonne erst nach um elf unter geht ist das ja kein Problem. Da es aber nachts auch nicht wirklich dunkel wird, raubt uns das manchmal auch den Schlaf und wir freuen uns schon wieder auf eine richtige schwarze Nacht. Am 1. Juli war Canada Day mit Parade und Festprogram. Wir wollten uns natürlich anschauen wie die Kanadier ihren Nationalfeiertag begehen. Die Parade war ganz niedlich und auch irgendwie wie man sich das in Nordamerika so vorstellt. Wir haben uns den Rest des Tages die dargebotene Livemusik angeschaut und uns durch die Foodtrucks gefuttert. Den Tag darauf hatten wir eine Kanutour auf dem Yukon gebucht. Die Tour war entspannt und wir schipperten ca. 30km den Yukon hinunter, kamen sehr nah an Seeadler vorbei und haben auf einer Insel im Strom Mittag geg...